Am Montag «Herzerfrischer»
184. Hoch hinaus
Wenn man noch ein kleines Kind ist, sieht man für lange Zeit die Welt nur von unten. Von Erwachsenen erblickt man endloslange Beine, bevor weit oben mal der Kopf erscheint. Von Bäumen erkennt ein Kind nur den Stamm. Erst wenn es sich ins Gras legt, kommen die Äste ins Blickfeld. Und die Spitze eines Kirchturms zu sehen, ist ein Ding der Unmöglichkeit.
Klettern Kinder deshalb so gerne auf Stühle und Tische, weil sie einen Perspektivenwechsel wollen?
Und haben Erwachsene deswegen so ein Bedürfnis hoch hinauszuwollen? Der Berg ruft, die Höhe lockt, die Fernsicht begeistert! Also, als Schweizer, mit unseren vielen Bergen, kann man natürlich dieses «Kindheitstrauma» schnell überwinden. Ja, für einmal sind es nicht exotische Orte, die locken, sondern die Höhe. Hoch hinaus und die Welt von oben betrachten. Das ist einmalig und wunderschön! Und ich sage ihnen: Dazu eignet sich die Schweiz hervorragend! Diejenigen, die hier geboren sind, können das bestätigen. Aber Sie, liebe Freunde im Ausland müssen schon selbst herkommen, um das nicht nur zu glauben, sondern selbst zu erleben. Hoch hinaus, bei uns, das lohnt sich!
Hoch hinaus in dieser Woche… Wenn Sie keine Zeit habe einen Gipfel zu besteigen, dann klettern sie wenigstens – wie damals als kleines Kind – auf einen Stuhl oder Tisch! Aber am besten an der stützenden Hand ihres Schatzes…
© Roswitha Rinderknecht
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